Zeitgeschichtliches

In den gut drei Jahrzehnten, in denen ich nun (auf meine Art) Journalismus mache, hat er sich mehr als ich mich verändert. Die Meinungspresse ist untergegangen, dem Journalismus ist jede parteiliche Sicht auf die Dinge ausgetrieben worden. Den Courant normal dessen, was heute als öffentlich relevant zu gelten hat, bestimmt das Agenda-Setting der PR-Industrie. Und der unterdessen verschulte journalistische Berufsstand ist stolz auf ein Selbstverständnis, das davon ausgeht, sich von der PR das Was und das Wie vorgeben zu lassen, sei die Conditio sine qua non für den eigenen unbestechlichen Blick auf die Wirklichkeit.

Eine unterdessen antiquierte journalistische Tugend war, Themen nur dann zu bearbeiten, wenn man ein Vorwissen hatte. Sich auf Themen zu spezialisieren, war Teil des Berufs. JournalistInnen ohne Hintergrundwissen, ohne zeitgeschichtliche Interessen in ihren Themenbereichen wären keine gewesen.

Ich habe mich zumeist mit kultur- und sozialpolitischer Zeitgeschichte befasst, weil ich meine Themen immer wieder in diesen Bereichen gefunden habe: Mich hat immer interessiert, mit welchen Werten und Bildern im Kopf die Menschen unter welchen Bedingungen gelebt haben – und zwar nicht irgendwo auf der Welt, sondern dort, wo ich heute unter konkreten Bedingungen mit meinen Werten und Bildern im Kopf lebe.

Aktuell

Mai ’17

Monatsgedicht

Rosengarten

Monatskolumne

Links ist links ist links oder was

Neue Texte

• Wassernot im grössten Freiluftgefängnis. – Informationsabend zur Situation in Gaza.

• Lindita Salihus Geschichte von Flucht und Ankunft (Teil 1 + Teil 2)

• Zur Bedeutung des Archivs für Agrargeschichte in Bern (Teil 1 + Teil 2 + Teil 3).

C. A.Looslis Gedichte feinsinnig interpretiert. Zu einer neuen Hör-CD.

Zur 7. Berner Aktionswoche gegen Rassismus:

Bern West marschiert gegen den Rassismus

Political Correctness: Anatomie eines Begriffs

«Ich bin kein Rassist, aber…»? – Kein aber!

 

Tscharnergut: Kann ein Abriss vernünftig sein?

• Quersprachein ins Unbehauste. Zu Ariane von Graffenrieds Buch «Babylon Park».